Sonntag, 6. Dezember 2009

Philosophen in kurzen Hosen XXVIII

"Gute Schlafe, Gute Esse."


(Ailton (36), brasilianischer Kugelblitz, früher in Diensten von Werder Bremen und Schalke 04, beschreibt sein Geheimrezept, wie er sich für den harten Liga-Alltag beim KFC Uerdingen in der Niederrhein-Liga, das ist die sechsthöchste Spielklasse im DFB, wappnen will.)
 (Foto gefunden auf: upload.wikimedia.org/)

Samstag, 5. Dezember 2009

Fanverehrung, kultig


Die Jungs aus dem Pott sind mir irgendwie die Liebsten. Die Mädels übrigens auch, abba das tut jetzt mal - wenigstens für einen Moment - überhaupt gar nix zur Sache. Denn es geht zur Abwechslung mal um Fußball, der ja im Pott so gelebt wird, wie sonst kaum irgendwo in der Republik - abgesehen vielleicht vom Millerntor auf St. Pauli.



 Trophäenlos glücklich: Dat gips nur im Pott!
(Erstaunlich scharfes Handy-Fotto: Thomas Ottensmann)

Und dass nicht nur die Fans ihren Verein lieben, sondern auch umgekehrt, sieht man daran, dass - sagen wir mal - der VfL Bochum einen der besten Trainer der letzten 20 Jahre entlässt, einen viel Schlechteren verpflichtet und dann riskiert, mit dem Neuen, Unerfahrenen abzusteigen, weshalb man den ersten eigentlich entlassen hatte. Das muss man nicht gut finden und schon mal gar nicht verstehen, abba so ist das halt, auch im Pott, leider.


Begründet würde der Rauswurf von Marcel Koller (viermal in Folge NICHT mit dem VfL abgestiegen, Hut ab!) übrigens uneigentlich mit dem Hinweis, dass zwischen Fans (gemeint waren einige wenige Ultras) und dem Trainer "eine Wand" entstanden sei und eine "feindliche Atmosphäre" bei den Heim(!)spielen im Stadion an der Castroper Straße herrsche. Ach so. Und das war die Schuld des Trainers? Und nicht die der, sagen wir mal, höchst limitierten Mannschaft? Die weder besonders erstligatauglich war und sich zumeist noch nicht mal richtig anstrengte auf dem Platz? Wundersame Logik der Fußball-Bundesliga.


Frank Goosen, VfL-Fan der, nun ja, ersten Stunde - und damit ein wahrer Kenner von echten Höllenqualen, die man so nur im Stadion als Fan einer, nun ja, irgendwie limitierten Mannschaft erfahren kann, würde wohl sagen: Da krisse Gefühle.

Abba was wollte ich eigentlich sagen? Ach ja: Der VfL liebt seine Fans trotzdem - oder gerade deswegen. Und das dokumentiert er regelmäßig auf sehr großen Plakaten in der Stadt an der Ruhr. Was mit dem Foto (entstanden an der Eisenbahnbrücke gegenüber des Bergbau-Grills an der Herner Straße in Bochum) zu beweisen war. Hat was.


(Fotto Bergbau-Grill gefunden auf: de.wikipedia.org/)

(Fotto Frank Goosen gefunden auf: frankgoosen.de/)


Freitag, 4. Dezember 2009

Hammergruppe

Für alle, die heute Abend auch keine Zeit haben, die bezaubernde Charlize Theron zu gucken, hier schon mal das wichtigste Ergebnis der WM-Auslosung in Kapstadt, exclusiv für alle interessiert Geborenen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bekommt schon wieder eine Hammergruppe zugelost! WIR müssen in der Vorrunde gegen Australien, Serbien und Ghana ran. Das traditionelle Lospech der Deutschen ist halt 'ne ganz treue Socke. Das wird knifflig, Jogi!

(Foto gefunden auf: imstars.aufeminin.com/)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Tipp des Tages: Blondes Blut

Es gibt immer wieder unentdeckte Talente, die so gut sind, das man sich fragt, warum die großen Bühnen der Welt noch für sie vernagelt sind. So wie diese drei Grazien aus Selm, die mit perfekter Choreographie und Stimmen aus Samt und Seide die Herzen des geneigten Publikums im gewaltfreien Sturm erobern:


Schreiunterlagen, Standardausführung

Der Kollege Axel Hacke sammelt ja auf seinem Wortstoffhof gerne Wörter, für die keiner mehr eine wie auch immer geartete Verwendung hat. Feine Idee. Habe hier und heute etwas gefunden, das wohl so mancher ganz gut gebrauchen könnte; zumindest unter jenen Zeitgenossen, die einem klitzekleinen cholerischen Anfall nicht immer direkt abgeneigt sind. In diesem Online-Shop für Geschenkartikel (!) werden schließlich diese praktischen Schreiunterlagen angeboten.


(Screenshot dieser Internet-Adresse: Thomas Ottensmann)

Fragt sich nur, ob die Unterlage eher für die Ellenbogen gedacht ist - beim spontanen Schreien im Büro oder am Abendbrottisch, am Schreitisch im Arbeits- oder, pardon, Kinderzimmer - immer aber universal einsetzbar, weil nach DiN-Norm geprüft. Oder handelt es sich eher um eine Ganzkörper-Schreiunterlage? Die quasi den kompletten Menschen erdet, damit er beim Brüllen nicht so leicht abhebt wie Bruno (vgl. auch HB-Männchen)? Mysterien des E-Commerce.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Geschmackstrüger

Hört man ja immer wieder: Das schmeckt nicht, weil kein oder zumindest nicht genügend Fett drin ist. Denn, Fett ist ein Geschmacksträger. Jaha! Und deswegen schmecken viele fettarme Wurst- und Käsesorten - und erst recht einige (nicht alle!) Tofu- und Soja-Produkte - irgendwie so, als hätte man die Verpackung mit in die Pfanne oder den Sandwich-Toaster geworfen. Bestenfalls. Nun ja. Was wollte ich eigentlich sagen?

Ach ja: dass abba ein Produkt, das 30,4 Gramm Fett pro 100 Gramm aufweist (und ganz nebenbei auch noch 6,5 Gramm Eiweiß und satte 53,8 Gramm Kohlenhydrate - von den 515 Kilokalorien mal ganz zu schweigen), dass also solch ein Produkt auch wie Styropor mit Natreen schmecken kann, hat die Firma Friedel (sorry, Carina!) eindrucksvoll bewiesen.

In diesem Adventskalender steckt nämlich ein Schokoladen-Ersatzstoff, der nach dem reitenden Jungen gestern und dem wandernden Zwerg heute keine Lust mehr auf mehr macht - im Gegenteil! Ich befürchte, 22 von 24 Türchen werden 2009 geschlossen bleiben. Selbst wenn nach der Currywurst vom Weihnachtsmarkt zuhause mal der kleine (Schokoladen-)Hunger kommt, ist von dieser Ersatzdroge dringend abzuraten. So hilfreich wie eine Packung Tempo-Taschentücher - und in etwa so lecker. Himmel!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Freier Tag, offline

Ich war ja ohnehin schon immer der Meinung, dass man - gerade in diesen letzten Tagen der wahnsinnigen Nuller-Jahre - ab und zu mal einen gepflegten Offline-Tag einlegen sollte. Ohne Internet, Twitter, Facebook, Xing, Outlook, Firefox - ohne dieses ganze virtuelle pipapo, das einem soziale Kontakte vorgaukelt. Einfach auf die Straße gehen und sich - zack, volle Breitseite - vom Leben treffen lassen. Koffein, Nikotin und schwarze Buchstaben auf weißem Papier in irgendeinem dieser netten Cafés. Fertig. Hat was. Und soziale Kontakte habe ich auch gehabt. Nette sogar. Völlig unverabredet. Irre, woll?!

 (Matschiges Handy-Fotto: Thomas Ottensmann)