Freitag, 27. September 2013

Donnerstag, 26. September 2013

Nur noch 28 Durchhalterunden

Aus gegebenem Anlass gehen wir mit der Erkenntnis in den 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga, dass neunzehn Monate eine lange Zeit sind. So oder so. Besonders lang kommt diese Zeitspanne aber Borussia Mönchengladbach vor. Denn wirklich und wahrhaftig schon so lange wartet die Fohlenelf darauf, mal wieder zweimal hintereinander zu gewinnen. Hat in der gesamten letzten Saison nicht geklappt. Aber das muss doch irgendwie gehen, rätselt Lucien Favre. Dumm nur, dass das Auftaktspiel am Freitagabend um 20Uhr30 in Augsburg stattfindet. Und Gladbach auch eine dieser Manschaften ist, die zuhause alles gewinnen und auswärts alles versemmeln. Der Gegner weiß hingegen wie's geht: Gewann in dieser Saison schon dreimal hintereinander, unter anderem auswärts in Nürnberg. Die Frage ist nur: Was hat Gladbach davon? FCA - Borussia 2:1


Gladbach, Hannover und Wolfsburg gefällt das nicht.
(Foto (c): Thomas Ottensmann)

Beim BVB hofft man, dass langsam wieder vermehrt über Fußball als über Mimik gesprochen wird. Ist ja auf Dauer auch öde, das Verhalten Jürgen Klopps bei Vollmond zu begutachten. Wir Informierten wissen ja, er war schon als Teenager so, sagen wir mal beim Tennis. Ist also angeboren. Und darüber macht man keine Witze. Bietet sich auch nicht an, denn am Samstag um 15Uhr30 kommt der SC Freiburg zum Gastspiel ins Westfalenstadion, der schon lange ein Park ist. Die Breisgauer, von der internationalen Presse gerne Streichlinge genannt, mit Rückenwind aus dem 2:1-Sieg im Pokal gegen Stuttgart. Dortmund braucht keinen Rückenwind. Eine gelbe Wand reicht. BVB - SCF 2:1

Der FC Bayern hat mit einem Oktoberfest-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg die Möglichkeit, ein Törchen gegenüber dem BVB aufzuholen. Um endlich wieder Tabellenführer zu sein. Sechs Spieltage jetzt schon nicht mehr auf Platz 1, das wurmt natürlich. Wolfsburg auch eine dieser Manschaften, die zuhause alles gewinnen und auswärts alles versemmeln. Das nervt natürlich, zumindest Dieter Hecking und Klaus Allofs. FCB - VfL 2:0

Hannover 96 ist zur Abwechslung eine Manschaft, die zuhause alles gewinnt und auswärts alles versemmelt. Ja, es gibt dieser Tage einige Heimatverbundene in der Liga. Deshalb freut sich Bayer 04 Leverkusen auch auf das Spiel mit eigenem Heimrecht. Und Mirko Slomka eher nicht. Aber es ist ja nicht gesagt, dass nicht irgendwann mal irgendein Trainer auf den Gedanken kommt, einfach mal auswärts genauso wie zuhause anzutreten. Und den Gegner - hui! - zu verwirren. Nur mal so als Tipp. Bayer 04 - 96 3:1

Schalke 04 hat ein feines Gespür für Traditionen und alte Helden. Nicht umsonst wurde Gerald Asamoah beim Pokalsieg in Darmstadt in der 91. Minute noch flugs eingewechselt, zum Trikottausch. Da kam Stimmung auf. Vielleicht sollte man den Talisman nun auch mit zum Spiel nach Hoffenheim nehmen. Nur so zum Spaß. Denn der kam bei der 0:4-Pleite gegen die Bayern zuletzt deutlich zu kurz. Bei 1899 ist alles im Lot: zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen. 15 Tore, 15 Gegentore und Platz 11. Voll im Soll. Oder doch im Haben? Man weiß es nicht. 1899 - S04 1:1

Acht Punkte aus sechs Spielen sind für einen Aufsteiger beileibe keine schlechte Bilanz, zumal der andere Aufsteiger schon sieben Punkte Rückstand hat. Aber die Hertha hat ja auch höhere Ziele als den schnöden Klassenerhalt. Sagt zumindest der Fanblock. Und der Berliner Blätterwald. Und die müssen es ja wissen. Geht es nach dem Trainer, dürfte die Saison jetzt schon abgepfiffen werden. Platz 10, Bingo! Schlimm, dass es noch 28 Durchhalterunden gibt, die erste am Samstag gegen Mainz, wo die Bäume nach vier Niederlagen in Folge auch nicht mehr in den Himmel wachsen. Drei Euro ins Phrasenschwein. Dass 05 trotzdem Siebter ist, spricht gegen die Liga. Oder für Mainz. Oder für Hertha. Hertha - FSV 1:2

Wenn der Tabellendreizehnte den Tabellensechzehnten empfängt, stehen die Flutlichter ganz klar auf Topspiel. Um 18Uhr30 liegt die Frankfurter Eintracht dabei nur zwei Zähler hinter Platz 5 und der HSV nur drei Zähler über Platz 18. Aber Hamburg hat mit der Verpflichtung von Bert van Marwijk den Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt. Einfach mal in Dortmund nachfragen. In Frankfurt weiß man nicht zuletzt durch die Pokalspiele, was wirklich in der Mannschaft steckt. In Hamburg auch. Eintracht F - HSV 2:0

Die größte Überraschung vorab: Werder Bremen hat schon dreimal gewonnen. Davon zweimal auswärts, allerdings gegen Abstiegskandidaten. Apropos: Nicht auszuschließen, dass Werder wieder selbst mittendrin statt nur dabei ist, wenn die begehrten Plätze 16 und 18 ausgespielt werden. Geht es nach dem Trainer, dürfte die Saison jetzt schon abgepfiffen werden. Platz 9, Bingo! Schlimm, dass es noch 28 Durchhalterunden gibt, die erste davon am Sonntag um 15Uhr30 gegen den 1.FC Nürnberg, der weiß, wie Abstiegskampf geht. Werder - FCN 0:0

Ein Punkt aus sechs Spielen sind für einen Aufsteiger beileibe keine gute Bilanz, zumal der andere Aufsteiger schon sieben Punkte Vorsprung hat. Doch Eintracht Braunschweig ficht das nicht an. Im Schnitt fällt alle zwei Spiele ein Tor und alle fünf Spiele ein Punkt. Könnte im Endeffekt natürlich eng werden. Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart besteht allerdings die Chance auf den ersten Sieg und den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Und dann dürfte die Saison - ginge es nach Braunschweigs Trainer - gerne schon abgepfiffen werden. Eintracht B - VfB 1:2

Montag, 23. September 2013

Hand drauf

Falscher Einwurf
aus Blog 7.
Wir gehen nach dem 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit der Erkenntnis in die Pokalwoche, dass früher doch alles besser war. Beispielsweise wenn es um Extremitäten im Strafraum ging. Hand war Hand, also Elfmeter und fertig. Angeschossen gab es offiziell nicht, es war also einzig und allein eine Frage des Ermessens. Und zwar des Schiedsrichters. Nix mit Vergrößerung der Körperfläche, keine natürlichen und schon mal gar keine unnatürlichen Handbewegungen. Hand war Hand, also Elfmeter und fertig. Könnten wir das bitte wieder so, nun ja, handhaben?

Donnerstag, 19. September 2013

Blinker-Saison mit gebrauchten Halbzeiten

Wir gehen mit der Erkenntnis in den 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga, dass es nicht nur abgetragene Tage gibt, sondern auch gebrauchte Halbzeiten. Die hatte in Neapel offenbar jemand dem BVB angedreht. Trainer auf der Tribüne, verletzter Abwehrchef, rote Karte, Rückstand. Mehr ging irgendwie nicht. Und dass der BVB nur knapp verlor und nicht unterging, war wie ein kleines Wunder. Aber der BVB ist ja nicht der HSV. Sondern Tabellenführer, mit fünf Siegen aus fünf Spielen. Beim Auswärtsspiel in Nürnberg werden am Samstag um 15Uhr30 vermutlich aber alle Dortmunder wieder an ihren angestammten Plätzen sein. Die einzige Frage, die sich stellt: Hat eigentlich auch der Nürnberger Hausmeister einen so formidablen Fernsehempfang? Nur zur Sicherheit. FCN - BVB 1:3

(Foto (c): Thomas Ottensmann)

Im Topspiel unter Flutlicht wird Borussia Mönchengladbach am Freitagabend um 20Uhr30 der Frage nachgehen, ob diese Blinker-Saison wirklich so weitergeht. Zuhause gewinnen, auswärts verlieren, immer schön im Wechsel. Und ob die Mannschaft wirklich so stark ist, wie viele selbsternannte Experten meinen. Die Gäste aus Braunschweig würden allerdings liebend gern mit der Borussia tauschen. Aber man muss die Bilanz des Aufsteigers positiv sehen: Ein Punkt und zwei Tore nach fünf Spielen - das verspricht zumindest Steigerungspotential. Borussia - Eintracht B 1:0

Auch Hannover 96 kann in Sachen Abwechslung prima mitreden, auch hier wird Leistungsflexibilität groß geschrieben. Zuhause gewinnen, auswärts verlieren, immer schön im Wechsel. Allerdings hat 96 den Vorteil, im sechsten Spiel schon zum vierten Mal daheim antreten zu dürfen. Diesmal gegen den FC Augsburg, der seine Rekordbilanz aus der letzten Hinspielsaison bereits nach fünf Spielen eingestellt hat. Genau genommen nach den letzten drei Spielen, die in Folge gewonnen wurden. Mindestens eine Serie reißt. Drei Euro ins Phrasenschwein. 96 - FCA 2:1

Auch der VfL Wolfsburg pflegte bislang seine Heimspiele zu gewinnen, nur um anschließend dann auswärts munter zu vergeigen. Sicher, so steigt man nicht ab. Aber mit 51 Punkten wird es auch nix mit dem Europapokal. Gefiele VW gar nicht. 1899 Hoffenheim hat bislang vier von fünf Spielen nicht verloren, was zunächst mal eine gute Bilanz ist. Das 2:6 in Stuttgart soll ein Ausrutscher bleiben. Aber sollen soll ja vieles. VfL - TSG 4:2

Neun Punkte aus fünf Spielen sind für Mainz 05 eine gute Ausbeute. Und niemand hätte etwas dagegen, wenn Platz 5 auch am Ende rausspränge. Im Heimspiel gegen Leverkusen dürfte es aber knifflig werden. Die junge Werkself ist mit vier Siegen aus fünf Spielen prima gestartet, hat aber in Manchester leicht den Überblick verloren. Aber Mainz ist nicht Manchester. Drei Euro ins Phrasenschwein. FSV - Bayer 04 2:2

Nordderby! Not gegen Elend. Thorsten Fink, der Mann mit dem Bayern-Gen, musste gehn. Und während Magath heftig abwinkte, verhandelte HSV-Manager Kreuzer angeblich mit Lothar Matthäus. Was darauf hindeutet, dass man der Mannschaft Beine machen will. Und dann irgendein anderer kommt. Oder zwei andere bleiben. Cardoso und Addo sitzen als Übergangstrainer auf der Hamburger Bank. Werder-Trainer Robin Dutt will alle Video-Analysen von HSV-Spielen vernichten und meinte, es könne doch auch ein Vorteil sein, sich einfach mal mit sich selbst zu beschäftigen. Werder-Manager Eichin wollte hingegen nach drei Niederlagen in Folge den Kopf nicht in den Rasen stecken. Was ja auch nicht ganz so einfach wäre. Außer im Fünfer. HSV - Werder 0:0

Wer das erste Spiel der Champagnerliga zuhause mit 3:0 gewinnt, darf das Topspiel am Samstagabend bestreiten. Logischerweise muss die Partie um 18Uhr30 also Schalke 04 gegen Bayern München heißen. Früher hieß das Blau-Weiß gegen Rot-Weiß. Doch so einfach ist es schon lange nicht mehr. Schalke zuletzt auch zuhause in Grün-Weiß, Bayern in Sehrdunkelblau-Rot. Okay, besser als diese hochmodischen Trachtentrikots. Aber was tun eigentlich die Leibchen hier zur Sache? Eben. S04 - FCB 1:1

Wer am Donnerstag durch das irgendwie sehr groß gewordene Europa reisen muss und dabei Stadien betritt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, darf sonntags spielen. Eigentlich hat der SC Freiburg für Europa gar keinen Kopp, denn in der Liga lief es schon ohne Dreifachbelastung eher bescheiden. Trotzdem hofft Christian Streich im Spiel gegen Hertha BSC auf den ersten Saisonsieg. Die Berliner möchten hingegen die dritte Schlappe in Folge verhindern. Zumal keiner davon ausgeht, dass die Herthafrösche ihre Mannschaft bei jeder Auswärtsniederlage so feiern wie zuletzt in Wolfsburg. SCF - Hertha 1:1

Eigentlich hat der VfB Stuttgart für Europa gar keinen Kopp, denn in der Liga lief es schon ohne Dreifachbelastung eher durchwachsen. Drei Niederlagen zum Start folgten aber wenigstens zwei Siege in Folge, was die Stimmung der Schwaben ein wenig heben konnte. Da trifft es sich gut, dass die Eintracht aus Frankfurt anreist, die eigentlich für Europa gar keinen Kopp hat. Doch Frankfurt freute sich auf die Europokalspiele und fand: Jetzt geht's los. Womöglich. VfB - Eintracht F 0:1

Freitag, 13. September 2013

Donnerstag, 12. September 2013

Speerwerfer, Dachdecker und Mikrofonhalter

Der 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga beginnt mit der Frage, wie viele Interviews nach einem Spiel eigentlich geführt werden können. Bei der Länderspielübertragung am Dienstag wurde offenkundig, dass Mikrofonhalter Jürgen Bergener nach Menge bezahlt wird. Er interviewte wirklich alles, was nicht niet- und nagelfest war. Und es kamen dabei die wirklich wichtigen Fragen auf den Tisch: "Wie war die Situation in der Kabine, Thomas Müller?" - "Alles war sehr aufgeräumt." Immer gut, wenn man als interessierter Fan Wesentliches zum Spiel erfährt. Apropos niet- und nagelfest: Schade nur, dass Bergener keinen der Dachdecker auf den Färöer-Inseln vors Mikro bekam oder das Schaf, das Mehmet Scholl mehrfach fintenreich entwischte. Wie schön, dass es in der Fußball-Bundesliga immer nur um Fußball geht. Außer, wenn Steffen Simon kommentiert. Aber wir wollen nicht gleich den Teufel an die Wand malen. 


Garantie für leere Ränge.

(Foto (c): Thomas Ottensmann)
Denn der 5. Spieltag beginnt am Freitagabend um 20Uhr30 mit dem Topspiel Hertha BSC gegen den VfB Stuttgart. Berlin mit prima Saisonstart, aber ohne Spielmacher Baumjohann, der nach Kreuzbandriss lange ausfällt. Stuttgart überraschte zuletzt mit einem 6:2-Sieg gegen 1899; es waren die ersten Punkte der laufenden Saison. Und nun? Hertha - VfB 2:1

Am Samstag um 15Uhr30 erwartet der FC Augsburg den SC Freiburg. Augsburg hat nach dem Sieg in Nürnberg schon jetzt fast so viele Punkte wie nach der gesamten letzten Hinrunde auf dem Konto. Respekt. Freiburg geht nach dem Punktgewinn gegen die Bayern und der Nachverpflichtung von Darida ein paar Zentimeter optimistischer ins Spiel. Kann man ja auch mal machen. FCA - SCF 1:1

Nachdem alle 32 Nationalspieler des FC Bayern pünktlich wieder von ihren Länderspielreisen zurückkehrten, sieht es gut aus für das Heimspiel gegen Hannover 96. Versteht sich ja von selbst. Den Niedersachsen flattert auswärts beständig die Buchse im Wind. Womit das lebhafteste Moment des 96er Spiels schon beschrieben wäre. Im leichtesten Spiel des Jahres gibt es in München aber nun rein gar nichts zu verlieren. Außer Tabellenplatz 3. FCB - 96 3:0

Nachdem sich der TSV Bayer 04 Leverkusen im Auswärtsspiel bei Kevin-Prince Boateng eine ungewohnte Auszeit nahm, soll im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg wieder Zug ins Spiel. Mit Eren Derdiyok hat Bayer die Bank verstärkt und gleichzeitig die Hoffenheimer Trainingsgruppe 2 geschwächt. Was für ein Schachzug. Der VfL Wolfsburg hat seine Tribüne entlastet und den ehemaligen Torjäger und ehemaligen Nationalspieler Helmes nach Köln zurück geschickt. Schade eigentlich. Ein talentierter Speerwerfer verlässt die erste Liga. Bayer 04 - VfL 3:2

Das Wichtigste vorab: Tim Wiese ist ins Bremer Tor zurückgekehrt. Beim Abschiedsspiel von Torsten Frings wurde auch deutlich, dass die Werder-Fans den Frisurenspezialisten nur allzu gern wieder im rosa Trikot zwischen den Bremer Pfosten sähen. Doch Wiese möchte gerne noch drei Jahre lang in der Hoffenheimer Trainingsgruppe 2 verweilen. In Bremen müsste er auf ein siebenstelliges Gehalt verzichten, heißt es. Das möchte der ehemalige Torwart und ehemalige Nationalspieler nicht. Aber es gibt ja Wichtigeres als Fußballspielen. Im Spiel gegen Frankfurt steht also wieder Mielitz im Bremer Tor. Was eine gute Nachricht ist. Zumindest für die Eintracht. Werder - Eintracht F 1:2

Auf Schalke ist nach der Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng alles im Lot. Erstes Spiel, erster Sieg, ab jetzt geht es aufwärts. Ist ja auch ein tolles Mittelfeld. Jones neben Boateng. Das bürgt für Klasse und Rasse und Einsatz und Kampf. Zudem kann man ja auch mit acht Feldspielern Spiele gewinnen. Ob das nun in Mainz auch möglich ist, muss sich erst zeigen. Wir sind für alles offen. Der 1. FSV wieder mit feinem Saisonstart. Und dem gefährlichen Doppel-Müller im Kader. FSV - S04 2:1

Am Samstagabend um 18Uhr30 stehen sich an der gelben Stellwand im ehemaligen Westfalenstadion mit Jürgen Klopp und Torsten Fink gleich zwei sehr kloppähnliche Trainer gegenüber. Obwohl sie ja genau genommen nebeneinander an der Seitenlinie stehen. Der HSV ist immer für lustige Spiele und interessante Ergebnisse gut. Sagen wir mal für ein 3:3 auf Schalke oder ein 1:5 gegen Hoffenheim. Dortmund möchte möglichst viele Punkte auf dem Konto haben, ehe die Champions League los geht. Der HSV auch. BVB - HSV 1:0

Es gibt Mannschaften, gegen die andere Mannschaften einfach nicht gut aussehen. Für Gladbach ist die TSG Hoffenheim so ein Gegner. Gegen 1899 gab es nie allzuviel zu holen, schon mal gar nicht in Sinsheim. Die Borussia bislang vor allem zuhause mit ansprechenden Leistungen, auswärts dagegen mit zwei Schlappen aus zwei Spielen. Fast-Absteiger Hoffenheim bis zum 2:6 in Stuttgart mit gutem Saisonstart, aber mit 12:12 Toren nach vier Spielen. Muss man auch erst mal hinkriegen. 1899 - Borussia 1:1

Für Eintracht Braunschweig geht am 5. Spieltag die Suche nach dem ersten Bundesliga-Punkt weiter. Ein ganzes Tor gelang dem Aufsteiger bislang. Das würde schon für den knappsten aller Siege gegen den 1. FC Nürnberg reichen. Aber die Clubberer müssen nach nur zwei Punkten aus den ersten vier Spielen auch sehen, wo sie bleiben. Eintracht B - FCN 1:0

Donnerstag, 5. September 2013

Montag, 2. September 2013

Duellchen

Stefan macht Peer ein Angebot. Anne gefällt das.

(Foto (c): Thomas Ottensmann)

Das große TV-Duell. Kanzlerin gegen Herausforderer. Über 17 Millionen Menschen guckten notgedrungen zu, weil auf den großen vier Sendern gar nix anderes zur Wahl stand. Und so entschieden wie die Bundestagswahl am 22. September ist, so dröge wurden die 90 Minuten. Jeder durfte kostenlos Wahlwerbung machen, kaum ein Moderator funkte dazwischen. Kanzlerin und Kandidat duellierten sich nicht, sondern zeigten schon mal, wie große Koalition geht (und bekanntlich schon mal ging): unterschiedlicher Meinung sein und dann letztlich das tun, was die Chefin sagt. Aber da will Peer Steinbrück ja kein zweites Mal mitmachen. Dass lediglich Stefan Raab das nicht akzeptieren wollte, überraschte nicht. Denn der Showmaster war ohnehin der Einzige, der den Politikern in die Parade fuhr. Aber das war unterm Strich doch viel zu wenig. Nächstes Mal gehe ich ins Kino wenn gar nix im Fernsehen kommt.