Freitag, 28. Januar 2011

1.Tag


Train, Sky-Train, Breakfast in der Travel-Lounge am Airport. Immer noch in Deutschland. Düsseldorf.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Dienstag, 25. Januar 2011

Montag, 24. Januar 2011

Ein schönes Spiel


89. Minute 1:0. 90. Minute 2:0.

(Handy-Blogpost: Ito)

Schlimmer Mangel an Spieltagen

Borussia Mönchengladbach gehen so langsam die Spieltage aus, um überhaupt noch über den Klassenerhalt nachzudenken. 19 gespielte Runden, 13 erzielte Punkte - das ist zweitligareif. Darüber muss man nicht mehr diskutieren. Das 1:3 gegen Leverkusen war vielleicht nicht glücklich - aber ihr volles Quantum Glück haben die Fohlen scheinbar schon am letzten Spieltag beim 1:0-Sieg in Nürnberg aufgebraucht.

19 Punkte nach 19 Spieltagen - das ist hingegen die Bilanz der Kiezkicker. In Hoffenheim drehte man einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vorsprung, den Pauli aber dann nicht über die Zeit bringen konnte. Der Punktgewinn in Sinsheim war aber eigentlich schon zu wenig. Der FC St. Pauli belegt jetzt den Relegationsplatz. Und warum?

Weil der 1. FC Köln einen schwachen SV Werder Bremen locker mit 3:0 nach Hause schickte und sich selbst damit zum ersten Mal seit gefühlten 400 Wochen wieder auf einem Nicht-Abstiegsplatz befindet. Genau genommen hat sich Werder damit auch endlich einen Platz im schlimmsten Abstiegssumpf verdient. Diese Leistung war erschreckend. Wenn die Verkäufe von Özil und Almeida mal nicht zum GAU an der Weser werden. Absteigen mit vollen Kassen - warum eigentlich nicht?

Auch der VfB Stuttgart hat einen seiner Besten gegen viel Geld ziehen lassen: Seit Sami Khedira für Real Madrid die Stiefel schnürt, läuft nix mehr beim VfB. Zwar holten die Schwaben beim Deutschen Meister in Dortmund einen Punkt, doch das war genau genommen lächerlich: Als der Ausgleich fiel, musste es eigentlich längst 4:0 für den BVB stehen. Womit der Tipp gepasst und das Spiel sein gerechtes Resultat gezeitigt hätte. Konjunktive schießen aber keine Tore. Oder so. Das 1:1 tut dem BVB nicht weh, könnte aber für die Stuttgarter Moral Gold wert sein.

Der FC Bayern München ist endgültig zurück im Rennen um den zweiten direkten Champions-League-Platz. Mit dem 5:1-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern sind es nur noch drei Punkte auf Bayer Leverkusen. Die weinroten Teufel müssen hingegen so langsam aber sicher wieder nach unten gucken. Ebenfalls drei Punkte sind es auf den zweiten Aufsteiger St. Pauli auf dem 16. Platz.

Schalke hat durch den 1:0-Erfolg in Hannover den zehnten Tabellenplatz gefestigt, 96 fiel vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Der HSV hat sich durch den zweiten 1:0-Sieg in Folge auf den sechsten Tabellenplatz geschoben und ist nur noch drei Punkte von der Europa League entfernt. Mainz 05 verliert zu Hause 0:1 gegen Wolfsburg und rettet einem Briten den Job. Und Gladbach gehen so langsam die Spieltage aus. Hallo Echo.

Samstag, 22. Januar 2011

Auf Trebe


Könnte hart werden heute.

(Handy-Blogpost: Ito)

Schwarzes Gift


(Handy-Fotto: Ito)

Philosophen in kurzen Hosen XXXIII

"Auszubildender, wir wechseln!"

(Ansgar Brinkmann zum Linienrichter, als er sich - im Trikot von TeBe Berlin - selbst einwechselte. Winnie Schäfer ließ ihn gewähren, Brinkmann war's recht: Er spielte damals gegen Auflaufprämie von 10.000 DM pro Spiel.)

Freitag, 21. Januar 2011

Die Last des Heimnachteils

Gottseidank kein Heimspiel am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Trainermanagervorstand Felix Magath hatte ja nach der 0:1-Niederlage gegen den HSV in der Arena hernach davon gesprochen, dass das natürlich sowieso unschön sei, so eine Rückrunde ausgerechnet mit einem Heimspiel starten zu müssen. Zunächst mal gibt es genau genommen ja nicht so sehr viele andere Möglichkeiten und wenn man ehrlich ist, dann stehen die Chancen auf ein Heimspiel zumeist irgendwie 50:50. Aber erstaunlich genug, dass das, was früher mal Heimvorteil genannt wurde, mittlerweile oft genug eine veritable Heimlast geworden ist, die nicht alle wirklich gern schultern. Deswegen sind die Knappen ja auch so froh, jetzt nach Hannover reisen zu dürfen. Wo Mirko Slomka wartet. Dürfte ihm ein Fest sein, als Tabellenzweiter mit 96 den ehemaligen Arbeitgeber als geschlagenen Zehnten wieder nach Hause zu schicken: 96 - S04 3:0.

Irgendwie hängt den Gladbachern das Hinspiel gegen Bayer 04 Leverkusen noch in den weißen Trikots: 6:3 gewannen die Borussen seinerzeit und waren danach in allen Schlagzeilen sofort wieder "die Fohlen", die munter gen Europacup zu galoppieren schienen. Mittlerweile weiß man es am Niederrhein und anderswo längst besser: Mickrige zwei Auswärtssiege und nur drei magere Pünktchen daheim holte Gladbach und steuert als Schlusslicht immer noch geradewegs Richtung 2. Liga. Jetzt steht das Rückspiel an und - ausgerechnet! - zu Hause im Borussia-Park. Viele meinen, wer Leverkusen im Hinspiel so deutlich besiegte und dann auch noch kurz darauf aus dem Pokal warf, der wird nun auch das dritte Duell locker gewinnen. Womöglich mit links. Flötepfeifen! Ein Blick in die Statistik lässt das Gegenteil erwarten. Stichwort: Heimnachteil. Früher war das Standardergebnis zwischen den Rivalen vom Rhein ja ein 2:2 - für beide heutzutage natürlich viel zu wenig. VfL - Bayer 2:2.

Der künftige Deutsche Meister 2010/2011 heißt Borussia Dortmund - das weiß die ganze Republik, das sagt und schreibt jeder in ganz Deutschland. Ganz Deutschland? Nein, eine kleine Stadt im Ruhrgebiet leistet Widerstand und hat das böse M-Wort auf den Index gesetzt. Man denke immer nur an das nächste Spiel und fertig. Sagt der Trainer. Sagt der Präsident. Sagt der Manager. Sagt Spieler A. Sagt Spieler Z. Egal. "Deutscher Meister wird nur der BVB", singen 22.000 auf der Südtribüne und 10.000 im Gästeblock. Weil Samstag ist. Gut, das singen die ja immer. Seit Jahr und Tag. Aber in diesem Jahr irgendwie noch ein bisschen lauter. Und womit? Mit Recht: BVB - VfB 4:1.

Einfallsreich wie selten sind die Planer der Sky-Top-Spiele am Samstagabend: Diesmal wartet um 18.30 Uhr mit dem rassigen Duell des Tabellensechzehnten 1. FC Köln gegen den Tabellendreizehnten Werder Bremen ein echter Leckerbissen auf die wenigen Zuschauer. Köln - Werder 0:0.

Auch das Auftaktspiel am Freitagabend wird für volle Kneipen und Wohnzimmer sorgen: Der Tabellensiebte HSV empfängt den Tabellenachten Eintracht Frankfurt. Der HSV träumt von einer großen Zukunft mit einer DFB-Doppelspitze aus Matthias Sammer als Sportdirektor und Horst Hrubesch auf der Trainerbank. Maßgebend ist aber bekanntlich auf dem Platz, wo - unglücklicherweise - ein Heimspiel auf dem Plan steht: HSV - Eintracht 0:2.

Mainz 05 ist auf der Suche nach den Unentschieden. Elf Mal gewonnen, sieben Mal verloren - das war's in dieser Saison. So ganz ohne Punkteteilungen dürfte aber auch das neue Ziel Europapokal ins Wanken geraten. Nur drei Punkte vor den Bayern und vier vor Freiburg - das ist nicht die Welt. Aber jetzt - ausgerechnet! - ein Heimspiel. Und dann auch noch gegen Wolfsburg. Keine Panik: 05 - VW 2:0.

Die Bayern sind kühl bis ans Herz. 48 Punkte gebe es noch zu verteilen, rechnete Louis van Gaal nach dem 1:1 in der Autostadt cool vor - und man habe einen Punkt auf Leverkusen und Mainz gut gemacht. Viele hielten das für Ironie, aber es war viel schlimmer: Es war die Wahrheit. Nur noch drei Punkte liegen die Bayern sowohl hinter 04 als auch 05 und lediglich vier Punkte sind es auf den Emporkömmling aus Hannover, der derzeit den begehrten Direkt-Quali-Platz für die Champions League besetzt hält. Und das ist das eigentliche Ziel der Bayern: Wieder in der Gelddruckliga dabei zu sein, vielleicht im Handstreich noch den DFB-Pokal mitnehmen, damit man auf dem Marienplatz wenigstens irgendwas hochhalten kann, im Mai. Anders wär nämlich schlecht. Der FC Bayern mit leeren Händen? Komischer Gedanke. Trotz Heimnachteil: FCB - FCK 2:1.

Der 1.FC Nürnberg wurde in vielen Hinrunden-Resümees schon als nahezu gesichert gelistet. Dabei ist der zweimalige Relegationsteilnehmer gerade einmal sechs Punkte vom - Überraschung! - Relegationsplatz entfernt. In Freiburg müsste deshalb gewonnen werden, um etwas mehr Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen. Aber leichter gesagt als getan. Schließlich gehören auch die Breisgauer zu den Überraschungsteams der Liga. Der SC Freiburg muss allerdings - ausgerechnet! - zu Hause antreten. Und das war, zumindest in der letzten Saison, ein prächtiges Handicap. In dieser Spielzeit ist aber alles anders: SCF - FCN 3:1.

Was vergessen? Ach ja: Sonntag um 17.30 Uhr erwartet 1899 Hoffenheim ausgerechnet zu Hause den FC St. Pauli, der schon dreimal auswärts gewonnen hat. Was will uns das sagen? Nix. TSG - Pauli 2:0.

Dienstag, 18. Januar 2011

Wellfleisch


Wenigstens sieht man diesen Canapees deutlich an, dass sie altern! Aber die sind ja auch nicht von McDonalds.

(Handy-Fotto: Ito)

Montag, 17. Januar 2011

Gesund


...und trotzdem wohlschmeckend. Mann glaubt es kaum.

(Handy-Blogpost: Ito)

Internationaler Tag der lächerlichen Elfmeter

Der 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird als internationaler Tag der lächerlichen Elfmeter in die Annalen der DFL eingehen. Nicht unbedingt der urkomisch Geschossenen, denn da waren ja durchaus ganz annehmbare Exemplare dabei (Lahm, Grafite), sondern eher der lächerlich Verursachten. Dass Zambrano den Ball mit dem Kopf spielt und der Schiedsrichter sofort auf den Punkt zeigt und quasi Stirn-Elfmeter pfeift, ist ja eher unkonventionell - sogar für den Kiez. Dass einer der erfolgreichsten Torschützen, Demba Cissè, verschießt, allerdings auch. Nervlich zerrüttet hat das den Senegalesen komischerweise nicht: Er machte eiskalt noch seine beiden Tore, die jeweils allerdings auch aus haarsträubenden Abwehrfehlern der Hausherren resultierten. Mit dem 2:2 war St. Pauli aber nicht geholfen, der SC Freiburg wirkte dagegen nicht unzufrieden.

Mächtig Massel hatte Borussia Mönchengladbach. Nicht nur, dass in der ersten Halbzeit Martin Stranzls Extrem-Textiltest gegen Wollscheid für Trikot und Torverhältnis folgenlos blieb. So gingen die Fohlen mit einem 1:0-Vorsprung in die Pause und schließlich sogar nach Hause. Das lag unter anderem auch daran, dass Christofer Heimeroth den schwach geschossenen Elfmeter von Pinola hielt (Levels springt neben Eigler hoch, Rafati zeigt wegen eingesprungener-Pirouette-am-Mann auf den Punkt) - und zudem Glück hatte, dass er kurz zuvor gegen Mendler patzte und dafür lustigerweise einen Freistoß bekam;  Rafati hatte auf ungerecht-einen-Torwartfehler-Ausnutzen entschieden und den korrekten Ausgleich für Nürnberg aberkannt. Die Dusel-Fohlen gewannen also zum Rückrundenstart erstmals nach fünf Niederlagen in Folge wieder und haben ihre Aufholjagd allen Ernstes begonnen.

Ganz im Gegensatz zum FC Bayern München, der in Wolfsburg mal wieder mit zumindest zwei Toren Unterschied gewinnen musste und zur Abwechslung mal wieder nur 1:1 spielte. Was unter anderem daran lag, dass Philipp Lahm einen Elfmeter verschoss. Normalerweise kann man den Kapitän der Nationalmannschaft ja nachts wecken und vom Punkt aus antreten lassen, was dann zur Folge hat, dass er sich zum Verwandeln noch nicht mal den Schlaf aus den Augen reiben muss. In Wolfsburg stand der Pfosten im Weg, was jetzt nicht direkt ungewöhnlich ist. Nur, dass er Lahm im Weg steht.

Auf der anderen Seite sorgte allerdings Grafite für ausgleichende Gerechtigkeit. Normalerweise kann man den Brasilianer ja nachts wecken und vom Punkt aus antreten lassen, was dann zur Folge hat, dass er sich zum Verwandeln noch nicht mal den Schlaf aus den Augen reiben muss. In Wolfsburg stand der neue Bayernkeeper Kraft im Weg, was jetzt nicht direkt ungewöhnlich ist. Nur, dass er Grafite so eindrucksvoll im Weg stand und so spektakulär hielt. Zudem war es auch deshalb ausgleichende Gerechtigkeit, weil Dejagah so dermaßen unverschämt mit seinem Teleskop-Bein am Badstuber hängenblieb, das jedem Schiri eigentlich der Pfiff im Halse hätte steckenbleiben müssen. Nicht so am internationalen Tag der lächerlichen Elfmeter. Bayern also nur 1:1, Wolfsburgs Trainer McClaren noch mal gerettet.

Der Meister gratuliert derweil schon artig in den Pott, doch Jürgen Klopp wäre ja nicht Jürgen Klopp, wenn er diese Glückwünsche nicht ebenso artig zurückweisen würde, als handele es sich um ein unmoralisches Angebot. Was es ja auch irgendwie ist: Wie sagte der Sauerländer Watzke nach dem 3:1-Sieg in Leverkusen im Aktuellen Sportstudio: "Meines Wissens ist noch niemand mit 46 Punkten Meister geworden." Eben. Der BVB gewinnt einfach immer weiter, wandert so von Spiel zu Spiel und hat jetzt nur noch zwölf Punkte Vorsprung vor Hannover 96. 13 Zähler sind es auf Leverkusen und Mainz, die beide verloren und 16 Punkte auf den Rekordmeister aus München.

Zu den Gewinnern des Spieltages gehörte neben den beiden Borussias auch Hannover 96, das imposant mit 3:0 in Frankfurt gewann und der andere, vorgeblich große HSV, der bei erschreckend unmotivierten Schalkern hochverdient mit 1:0 gewann. Die letzten sechs der Tabelle punkteten im Übrigen allesamt, womit sich nun ab Platz 10 auch der 22er-Club (Lautern, Schalke, Nürnberg, Bremen) nicht mehr sicher fühlen darf. Zwei Niederlagen trennen diese Treams schließlich nur noch vom 1. FC Köln, der den Relegationsplatz durch ein Remis auf dem Betzenberg verteidigte.

Philosophen im Trainingsanzug X

"Wir haben einen Punkt auf Leverkusen und Mainz gut gemacht."

(Bayern-Trainer Louis van Gaal nach dem 1:1 in Wolfsburg.)

Samstag, 15. Januar 2011

Philosophen an der Nadel

"Dear honored Listener, like you, we love vinyl. But let's face it, it's hardly portable. Most of us spend our days away from our turntables, tethered to computers and iPods. We want the convenience of digital music, though we love the 12" album art, the warm sound, and the physical satisfaction of vinyl. So we thought we`d give you vinylfans a little gift. The purchase of this LP entitles you to a one-time download of this album (...). Can you believe your good fortune? We hardly can. (...) Love, City Slang."

Und jetzt habe ich das großartige Arcade-Fire-Album "The Suburbs" also nicht nur - wie erwartet und gewollt - auf Doppel-LP, sondern auch sofort -zack!- auf'm iPod. Für einen Preis. So muss es sein. Danke, City Slang, ich liebe Euch auch.

Laaaangweilig!

Boah, ist mir langweilig. Und damit bin ich nicht alleine. Denn die Wüste der Ödnis wächst und die Zahl der Langweiler steigt unaufhörlich. Sagt auch Axel Hacke. Hihihilfe!

Freitag, 14. Januar 2011

Nachher

After the Flood.

Apropos: Warum gibt es eigentlich
kein eigenes Wort für
Schneemassen,
außer, nun ja, Schneemassen?
Handy-Fottos (2): Thomas Ottensmann (c)

Donnerstag, 13. Januar 2011

Dienstag, 11. Januar 2011

Das Ende sinnfreier Tage

Thank God, It's Friday: Am Freitagabend um 20.30 Uhr ist nach 26 unerträglich sinnfreien Tagen der Winterpause endlich wieder Bundesliga-Zeit. Und wie: Bayer Leverkusen empfängt Borussia Dortmund! Der Tabellendritte erwartet den Tabellenführer. Und Bayer 04 weiß, wie der BVB zu schlagen ist. Hat die Werkself schließlich schon im Hinspiel geschafft.

2:0 hieß es damals für Leverkusen. Danach blieb der BVB 15 Spiele in Folge ungeschlagen, von denen er die meisten, nämlich 14, sogar gewann. Erst in Frankfurt zum Hinrundenkehraus gab es für den Halbzeitmeister der Herzen wieder eine Niederlage. Jetzt also die Revanche in der BayArena. Es sind nicht gerade wenige Fußball-Experten, die den Heynckes-Schützlingen in diesem Jahr zutrauen, den Schwarz-Gelben gehörig in die Suppe zu spucken, vielleicht sogar vom Zehn-Meter-Turm. Warum sollte die Teenie-Truppe des ältesten Bundesliga-Trainers damit nicht am Freitag schon anfangen? Eben: Bayer 04 schlägt Dortmund mit 3:2 und verkürzt den Rückstand damit auf dann nur noch sieben Zähler.

Erfrischend, begeisternd, abenteuerlustig: Der 1. FSV Mainz 05 spielte mit seiner Boygroup um Holtby, Schürrle, Allagui und Szalai bislang eine furiose Saison, die nicht umsonst zum Besten der Vereinsgeschichte gehört. 11 Siege aus 17 Spielen sind aller Ehren wert und wenn die 05er in Zukunft auch im Hinterkopf behalten, dass es neben Siegen und Niederlagen nach den Statuten der DFL durchaus erlaubt ist, auch mal Unentschieden zu spielen, dann könnte das neue Ziel Europapokalteilnahme, das der Mainzer Präsident jetzt so ehrlich wie erfrischend ausgab ("Wenn nicht jetzt, wann dann?"), sogar drin sitzen. Zehn Punkte hinter Dortmund und fünf vor dem SC Freiburg - mit dieser Bilanz geht Mainz in die Rückrunde, die mit dem Spiel beim VfB Stuttgart (17. Platz, 12 Punkte, 11 Niederlagen) beginnt. Der VfB liegt schon fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt, hat bereits zweimal den Trainer gewechselt und ist immer noch neben der Spur. Das bleibt auch am Samstag um 17.17 Uhr so: VfB - Mainz 1:4.

Sämtlichen Mechanismen zum Trotz hat Borussia Mönchengladbach trotz der Katastrophen-Bilanz nach der Hinrunde (Letzter mit 2 Siegen, 11 Niederlagen und 10 Punkten) beharrlich an seinem Trainer festgehalten. Und an seinem Sportdirektor. Und beide haben sich an ihrem Vize-Präsidenten festgehalten. Fehler konnten sie alle nicht erkennen. Zumindest keine eigenen. War halt viel Pech im Spiel. Verletzungen, rote Karten, ein Negativlauf. Das soll alles anders werden, wenn am Samstag um 15.30 Uhr an der Noris der Kick beim 1.FC Nürnberg angepfiffen wird. Schließlich hat Manager Eberl konsequent für die 2. Liga eingekauft: Stranzl, Nordtveit und Hanke kamen. Die Konkurrenz zittert ehrfürchtig. Unter anderem Nürnberg, das schon mit der Saison zufrieden wäre, wenn die dritte Relegation in Folge verhindert werden könnte. Gladbach wäre dagegen wohl schon zufrieden, wenn die Relegation überhaupt mal wieder in Rufweite käme. Dauert aber noch. FCN - Gladbach 2:0.

Zu den Kandidaten für die Abstiegsverlosung gehört - keine Überraschung - auch der Aufsteiger FC St. Pauli, der 10 von 17 Spielen verlor. Weil die Kicker vom Kiez aber auch fünf Dreier holten - davon allein drei in der Fremde - sind sie mit 17 Punkten aus 17 Spielen irgendwie im Soll. Trotzdem sind es nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wäre also extrem wichtig, am Millerntor gegen den SC Freiburg zu punkten. Aber die Truppe von Robin Dutt spielt eine extrem erfolgreiche Saison und reist als Tabellensechster (28 Punkte, 9 Siege) zum Kiez. Mit Glück ein Punkt: Pauli - Freiburg 1:1.

Ein Punkt wäre viel zu wenig für den SV Werder Bremen, der in der Hinrunde zu den großen Enttäuschungen gehörte. In der Pause verkauften die Hanseaten dann auch noch den zuletzt sogar treffsicheren Publikumsliebling Hugo Almeida für ein paar Dollar mehr. Schon der Transfer von Mesut Özil tat dem Spiel der Rautenträger richtig weh - und wenn sich jetzt Pizarro, Marin, Hunt, Arnautovic und Co. nicht zusammenreißen, dann muss der Traditionsklub von der Weser wirklich weiter nach unten und nicht nach oben schauen. Der überlebenswichtige internationale Wettbewerb ist zehn Punkte entfernt, der Relegationsplatz aber nur vier. Also muss zu Hause gegen die TSG Hoffenheim gewonnen werden. Könnte klappen. Denn 1899 ist nach den Winterturbulenzen ohne einen seiner stärksten Spieler und zudem unter neuer sportlicher Leitung unterwegs. Ohne Rangnick, ohne Gustavo, ohne den schmollenden Ba - wie stark ist Hoffenheim eigentlich noch? Keiner weiß es. Werder - 1899 4:2.

2009 reckte ein gewisser Edin Dzeko im Trikot des VfL Wolfsburg die Meisterschale hoch und reichte sie an Felix Magath weiter. 2010 reckte Edin Dzeko im Trikot des VfL Wolfsburg die Torjägerkanone hoch und Anfang 2011 reckte Edin Dzeko das Trikot von Manchester City in die Höhe. Der VfL Wolfsburg hat nach dem Rekordtransfer des Bosniers jetzt zwar über 30 Millionen Euro mehr, dafür aber einen Sympathieträger weniger - und einen Torjäger ohnehin. Als Zeichen der Reaktion auf eine schlimme Hinrunde (19 Punkte, 13. Platz, vier Punkte Abstand zum Relegationsplatz) wurden zwei No-Name-Reservisten der Millionentruppe suspendiert, ihr bockiger Star verkauft und der umstrittene Trainer behalten. Aber wie lange wird sich die VW-Chefetage, für die das europäische Kräftemessen nachgerade Pflicht auf dem Werbemarkt ist, noch ansehen? Könnte gut sein, dass bereits ein zu deutlich ausfallender Sieg des FC Bayern in der VW-Arena am Samstag den Sprühregen bedeutet, der das Fass zum Schwappen bringt. Wolfsburg - Bayern 0:5.

Der Tabellenzehnte (22 Punkte) empfängt den Tabellenneunten (24 Punkte) - klare Sache, das muss das Top-Spiel am Samstagabend sein: Schalke 04 erwartet den Hamburger SV. Frustration gegen Lethargie, Depression gegen Apathie. Aber die Hinrunde ist ja gottseidank vorbei. Abgehakt. Vergessen. Und jetzt wird alles besser: der HSV freut sich, dass Armin Veh einfach kein Grund einfallen wollte, das Handtuch zu werfen. Allerdings auch keiner, seinen Vertrag beim HSV zu verlängern. Auf Schalke diskutiert man derzeit weniger über den Trainermanagervorstand Felix Magath, als vielmehr über unwillige Spieler. Jefferson Farfan wurde einfach mal nicht verkauft, aber das Transferfenster steht ja noch ein paar Tage sperrangelweit offen. Manuel Neuer hat angeblich den Bayern schon leise sein "Ja doch" ins Ohr geflüstert, aber nichts Genaues weiß man nicht. Ist so ähnlich wie beim Resultat: Schalke - HSV 2:1.

Am Sonntag will Eintracht Frankfurt (7. Platz, 26 Punkte) gegen Emporkömmling Hannover 96 (4. Platz, 31 Punkte) die Punkte zu Hause behalten, um das selbst gesteckte Ziel (50 Punkte!) nicht aus den Augen zu verlieren. Welches Ziel 96 hat, ist unklar. Trainer Slomka gehört normalerweise nicht zu den Bescheidensten der Zunft. Dass er noch nicht über Europapokal-Ambitionen des ehemaligen Abstiegskandidaten Nr. 1 schwadronierte, ist wohl unter Zufallstreffer zu verbuchen. Die Frage, die im ehemaligen Waldstadion über Sieg oder Niederlage entscheiden dürfte, lautet mal wieder: Trifft Gekas? Die Antwort: Ja, sicher: Eintracht - 96 1:0.

Sonst noch? Ach ja: Sind ja immer noch 18 Mannschaften, auch nach der Winterpause. Da treten dann zum Abschluss des Spieltags um 17.30 Uhr mit dem 1. FC Kaiserslautern (12. Platz, 8 Niederlagen, 21 Punkte) und dem 1. FC Köln (16. Platz, 10 Niederlagen, 15 Punkte) zwei weitere Kandidaten aus der Abstiegs-Lostrommel aufeinander. Kaiserslautern kann beides - hui, wie pfui - und der 1. FC Köln wirkt wie der Ursprung für die Wortschöpfung "launische Diva". Ein Punkt hilft eigentlich niemandem, ist aber für die weinroten Teufel der geringere Flurschaden: FCK - Köln 0:0.

Montag, 10. Januar 2011

Neuer Ansager

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon erzählt habe, aber ich weiß ja seit einigen Tagen, wie das englische Testbild von 1973 aussah. Jetzt fragen vielleicht einige Spätgeborene, was ein Testbild ist, aber darauf gehe ich jetzt an dieser Stelle mal nicht ein. Wer allerdings fragt, warum ich das weiß, dem sei ins Stammbuch geschrieben, dass ich die erste Staffel von "Life on Mars" geguckt habe. In dieser BBC-Serie geht es um einen Polizisten, der nach einem schweren Autounfall im Jahr 1973 wieder aufwacht, was a) lustig, b) mysteriös und c) auch im Hinblick auf die damalige Musik interessant ist. In einer der Folgen, die ich am Wochenende verkonsumierte, kam auch dieses feine Stück Popmusik vor. Fast genauso interessant ist aber auch der Fernsehansager:

Freitag, 7. Januar 2011

Der Tag, an dem Hans-Joachim Rauschenbach Haare wuchsen

Rätselraten in der Sportredaktion: Wer ist eigentlich der Mann mit der orange-braun-gestreiften 70er-Jahre-Krawatte? Der da vor dem großformatigen Foto der beiden halbnackten Ringer (griechisch-römisch) aus Freiburg und Schifferstadt mit seinen gelben Moderationszetteln leger auf dem Schreibtisch hockt? Ganzkörper-Brille, Halbglatze, mausgrauer Anzug - sicher das Gesicht kommt einem bekannt vor, aber der Name?

"Das ist doch der Rauschenbach", kommt es zaghaft aus der hintersten Ecke. "Quatsch, der hatte doch ein Toupet!". Falsche Haare als Markenzeichen, damit tat man dem Experten für Boxen, Eiskunstlauf und Fußball sicher Unrecht, aber an solchen Äußerlichkeiten machte sich (nicht nur damals) Fernsehen fest.

Und es war in der Tat so, dass Mitte der 70er Jahre die Perücke für Männer mit hohem Scheitel wieder in Mode kam. Mit dem Gladbacher Horst Köppel machte nach dem Hamburger Charly Dörfel bald ein zweiter Nationalstürmer Werbung für eine Toupet-Firma. In den Kinos lief "Hair" und Frauen wie Männer trugen untenrum knappe Klamotten und obenrum "Matte". 

Da war es also für Fernseh-Moderatoren, bei denen es bis dato noch deutlich mehr um Fachwissen als um Frisuren ging, auf einmal auch wichtig, wie sie "rüberkamen". Hans-Joachim Rauschenbach trat jedenfalls von einem auf den anderen Tag wieder mit vollem Haupthaar vor die Sportschau-Kamera und war für einige nur noch an der Stimme zu erkennen. 

Was Wunder, dass es zu Rätselraten in den Sportredaktionen kommt, wenn man heute den kürzlich verstorbenen Metaphern-König auf den Bildern von damals sieht. Was in diesen Tagen wohl häufiger passieren kann: Die Sportschau wird 50 und da gibt es einiges zu feiern.

(Hier geht es zu einer Bilderstrecke: foto.westfaelische-nachrichten.de/)

Mittwoch, 5. Januar 2011

Gute Halbwertzeit


Muss 1992 gewesen sein, als ich den da hin geklebt habe. Nicht schlecht für so'n Aufkleber. Was seitdem alles passiert ist. Aber es stimmt: Der Täter kommt immer an den Tatort zurück!


(Handy-Blogpost: Thomas Ottensmann)

Trüst

 So sieht das aus, wenn man richtig Musik hört:

Potential


Endlich hat mal einer das schlummernde Potential erkannt.

(Lausiges Handy-Fotto: Dr. Thomas Ottensmann)

Dienstag, 4. Januar 2011

Schönste Freude

Nein, das ist entgegen landläufiger Meinung nicht die Schadenfreude, sondern selbstverständlich die Vorfreude: Am 15. Januar geht endlich die Fußball-Bundesliga in die Rückrunde. Ich erwarte leider einen Abstieg, aber auch einen Aufstieg. Darauf ein Lied, zwo, drei, vier:

Montag, 3. Januar 2011