Mittwoch, 17. Dezember 2008

Aus dem Nichts

Manchmal hat man ja im Leben durchaus das Gefühl festzustecken. Irgendwann auf der Landstraße des Lebens falsch abgebogen (Eine zu früh? Eine zu spät?) und - zack! - inner gut ausgebauten Sackgasse gelandet. In der man nicht mal eben schnell wenden kann. Wenn überhaupt! Ist eventuell noch ne Einbahnstraße, weiß nicht so genau. Hab nicht auf die Schilder geachtet, muss wohl bei der Abfahrt geträumt haben.

Wie gut, wenn dann - wundergleich - neue Perspektiven wie aus dem Nichts auftauchen. Ich habe ja bestimmte Fähigkeiten, schon seit Jahren, manchmal seit Jahrzehnten. Wäre abba nie darauf gekommen, dass man damit auch seine Brötchen verdienen könnte.

Ich pflege beispielsweise meine (wenigen) Geschenke recht individuell selbst zu verpacken. Manchmal ist das Papier an einer Seite zu kurz geraten. Der Tesafilm ist mit Fingerabdrücken verziert, die Geschenkpapier-Kanten sind nicht immer so ganz exakt geschnitten. Und Kräuselband kräuselt sich bei mir auch nicht immer so doll.

Kurz: Ich lasse nicht verpacken, sondern verpacke so wie ich es kann. Mit Mühe, nicht mit Liebe, abba mit Stil, zumindest mit meinem eigenen. Das sieht dann vielleicht nicht immer so wunderhübsch aus, abba man weiß: das ist von mir selbst eingepackt. Ich dachte immer, das sei mein ganz individueller Style.

Abba Pustekuchen, gips schon: Ich könnte mich bei firebox.com in London bewerben. Die bieten diesen Ito-Verpackservice unter dem passenden Namen Crap Wrap jetzt an, für umgerechnet 4,50 Euro. Da sind Kaffeeflecken auf dem Papier, Haare unter Billig-Tesafilm, das natürlich nicht richtig klebt. Nun gut, da müsste ich schon etwas über meinen Schatten springen und mich dem Niveau nach unten hin anpassen. Mit etwas gutem Willen und Übung ist das abba zu schaffen.

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